Der Horror Tsumitsuki (jap.: ツミツキ) stammt vom Zeichner Hiro Kiyohara. Der Manga lief in Japan von 2008 bis 2009 im Magazin Ace Assault vom Verlag Kadokawa Shoten. Insgesamt umfasst der Manga 5 Kapiteln zusammengefasst in einen Einzelband. Im Jahr 2011 erschien der Einzelband auch beim deutschen Verlag EMA.
Die Geschichte der Tsumitsuki erzählt, dass dies schreckliche, missgebildete Teufel sind, welche Besitz von den Körpern der Sünder aller Dörfer der Gegend nehmen und in ihrer Gestalt grausige Taten vollbringen. Die übrigen Bewohner der Dörfer, die von den Teufeln heimgesucht worden waren, wandten sich in ihrer Verzweiflung an einen namhaften Mönch. Diesem Mönch gelang es schließlich mit der Hilfe eines mächtigen Dämons, dem natürlichen Feind der Teufel, diese auszutreiben. Die Dorfbewohner aber lebten fortan in der Angst, die Teufel könnten eines Tages wieder in sie fahren. Also verehrten sie sie von diesem Zeitpunkt an, um sie gnädig zu stimmen.

Das Mädchen Chinatsu Takada ist von Tokyo in eine andere Stadt gezogen. An der Schule findet sie schnell gute Freunde nur ein stilles Mädchen umringt ihre Aufmerksamkeit. Es spricht kaum mit jemandem und fehlt auch öfters in der Schule. Hier handelt es sich um Mayu Shinohara. Chinatsu möchte dem Mädchen gerne helfen, da sie glaubt, sie würde von anderen Mitschülern schikaniert. Dies stimmt jedoch nur zum Teil. Was Chinatsu nicht weiß ist, dass sie sich dadurch immer mehr in große Gefahr begibt.

Bei einem Schrein lernt sie den mysteriösen Jungen Kuroe kennen, der ihr die Legende von der Tsumitsuki erzählt. Die Tsumitsuki nisten sich in den Schuldgefühlen der Menschen ein und fressen den Körper ihrer Wirte auf, bis diese sich in groteske Monster verwandeln. Solange bis Körper und Geist vollständig diesem Teufel gehören. Auch Mayu ist von einem Tsumitsuki befallen, da damals etwas Schreckliches mit ihrer Freundin passierte. Chinatsu will er helfen, jedoch wachsen aus Mayus Körper bereits insektenartige Tentakeln. Als der seltsame Junge Kuroe plötzlich auftaucht und seine Hand sich ebenfalls verwandelt. Diese wächst zu einem Art Höllenhund und frisst die im Sterben liegende Mayu in einem Satz auf.

Chinatsu ist zutiefst traurig, dass sie dem Mädchen nicht helfen konnte. Kuroe erzählt, dass vor einem Jahr Mayu in derselben Situation wie Chinatsu jetzt war. Damals hat auch Kuroe sie mit seiner Dämonen Hand gefressen, da sie sich in einen Tsumitsuki verwandelt hat. Mit Kuroes Worten, das sie sich in einem Jahr wiedersehen werden, verabschiedet sich der Junge.

Neben Mayu und Chinatsu haben auch noch weitere Mädchen Kontakt mit der Legende der Tsumitsuki. Sobald man Schuldgefühle bei sich entwickelt, wird man von einem Tsumitsuki langsam befallen. So wird auch das Mädchen Miki Mochizuki von Schuldgefühlen geplagt, nachdem ihre Lehrer Herr Kasugai sie schwängerte und danach abtrieb. Später tritt auch noch das Mädchen Makoto Asakura auf, welches Bruder und Mutter bei einem Verkehrsunfall verlor. Bei der Obduktion erkannt man die unzähligen Schnittwunden und Narben auf Makotos Bruder. Nachdem Makoto fest im Glauben ist, ihr Vater wär daran schuld, schwört sie Rache und wird selbst zur Tsumitsuki. Kann sich Chinatsu diesem Fluch der Tsumitsuki entrinnen oder wird auch sie am Ende quallvoll durch Kuroe hingerichtet?

Fazit von MT:

Tsumitsuki von Hiro Kiyohara kann man gut dem Genre Horror zuweisen. Der Einzelband hat insgesamt 5 Kapiteln wobei jede eine andere Geschichte eines Mädchens erzählt, welches durch Tsumitsuki verflucht wurde. Im ersten Kapitel erfahren wir etwas über das Mädchen Mayu Shinohara und lernen Chinatsu Takada kennen. Im zweiten Kapitel dreht sich alles um Miki Mochizuki und ihre skurrile Verbindung zu ihrem Lehrer.

Beim dritten Kapitel lernen wir Makoto Asakura kennen, die von Rache besessen ist. Beim vorletzten, vierten Kapitel tritt wieder Chinatsu Takada auf, wo inzwischen 1 Jahr vergangen ist. Am Ende des letzten Kapitels fünf erfahren wir noch etwas über den mysteriösen Jungen Kuroe und seine Verbindung zu Tsumitsuki.

Der Manga Tsumitsuki ist sehr schön und gleichzeitig ziemlich schaurig gezeichnet. Am besten sind die Augen des jeweiligen Charakters geworden, die hervorragend die Gefühle der Personen wiederspiegeln. Kuroe versteckt sich stets unter einer Fuchsmaske, hat das Wesen des Fuchses nicht auch eine gewisse Rolle im Manga.

Obwohl der Manga für einen Einzelband typisch als kurzes Leckerli für Zwischendurch dient, gefiel er mir trotzdem ganz gut. Zwar kann ich mit dem Thema "Menschliche Psyche", worauf hier viel Wert gelegt wird, nicht viel anfangen. Die Story der Tsumitsuki und der Wandel des Charakters Kuroe empfinde ich aber für durchaus gelungen.

Leider ist man beim Lesen schon am Ende, wo man meinen könnte, es hätte gerade angefangen. Besonders gut geht der Manga auch nicht aus aber hier will ich nicht zu viel verraten. Einige können mit Tsumitsuki bestimmt nichts anfangen, aber wer dem Mangaka Hiro Kiyohara eine Chance gibt und ein bisschen auf Horror steht, der kann gerne mal reinschnuppern.