Die Liebeskomödie Toradora! (jap.: とらドラ!) stammt vom Autor Yuyuko Takemiya, vom Zeichner Zekkyou und Charakter Design von Yasu. Die Light-Novel Serie läuft seit dem 10. März 2006 in Japan im Light-Novel Magazin Dengeki hp. 2008 änderte sich der Name von Dengeki hp in das Dengeki Bunko Magazine vom Verlag ASCII Media Works. Bisher sind acht Ausgaben erschienen. In Japan lief der Manga von Juli 2007 bis Januar 2008 im Shonen Manga Magazin Dengeki Comic Gao! vom Verlag MediaWorks. Nachdem 2008 der Manga abgebrochen wurde, läuft er seither im Manga Magazin Dengeki Daioh vom Verlag ASCII Media Works. Bisher sind 6 Sammelbände in Japan erschienen. Seit April 2013 ist der Manga auch beim deutschen Verlag EMA erhältlich. Neben der Hauptserie Toradora! gibt es auch einige Spin-offs namens Toradora Spin-off! (jap.: とらドラ・スピンオフ!). Das Animationsstudio J.C.Staff adaptierte im Jahr 2008 die Serie in einen Anime, welche 25 Episoden plus ein Special umfasst und bis März 2009 in Japan lief. Regie führte dabei Tatsuyuki Nagai und das Charakter Design kommt aus der Feder von Masayoshi Tanaka.
Erpresst der Schüler Ryuji Takasu wirklich Lehrer für gute Noten? Prügelt er sich mit anderen Schülern am Schulhof und schlägt mit seinem finsteren Blick selbst einen Mafiosi? Die Erste und zweite Behauptung sei dahingestellt aber mit der Dritten liegt man goldrichtig. Ryuji Takasu erliegt dem größten Vorurteil eines bösen Gangsters, was er in Wahrheit gar nicht ist. An einer neuen Schule will er ein neues Kapitel aufschlagen, als Ryuji mit dem kleinen Mädchen Taiga, welche auch als Minitiger bekannt ist, zusammenkracht...

Der 11-Klässler Ryuji Takasu hat es im Leben nicht einfach. Nicht nur, dass sein Vater bereits gestorben ist und seine Mutter mit ihrem Leben überhaupt nicht zurechtkommt, so hat er auch noch das wohl grimmigste Gesicht ganz Japans, weshalb viele vor im Angst haben. Obwohl er in Wahrheit ein ganz netter Kerl ist, der keiner Fliege etwas zu Leide tun kann, lebt er ständig mit diesem Vorurteil. An einer neuen Schule versucht er sein neues Glück. Im Bad schnell einen neuen Haarschnitt gezaubert, nette Grimassen im Spiegel geübt und schon kann es losgehen.

Wie Ryuji traurig erkennen muss, hilft auch dies nicht weiter. Wäre da nicht sein bester sowie einziger Freund Kitamura. Kitamura ist im Gegensatz zu Ryuji sehr beliebt und vielleicht kann diese Eigenschaft auf Ryuji abfärben? Immerhin sind die Zwei an der neuen Schule in einer Klasse.

Während Ryuji weiter über sein großes Problem nachdenkt, stößt er plötzlich mit etwas Kleinem zusammen. Das Kleine stellt sich als ein 1,45 cm großes Mädchen mit dem Namen Taiga á la Minitiger heraus. Taiga ist in derselben Klasse wie Ryuji und neben ihrer kleinen Größe, welche an einen Liliputaner erinnert, besonders durch ihre aufbrausende Art bekannt. Sie lässt sich von keinem Einschüchtern egal wie groß ihr Gegenüber ist. Das Taigas Vater ein hohes Tier bei der Yakuza (Japanische Mafia) ist, sei mal dahingestellt. So keift Taiga auch Ryuji an und verpasst ihm oft die verbale Kraft eines Minitigers. Im Grunde könnte es Ryuji egal sein, wäre da nicht die traurige Wahrheit, dass die beste Freundin von Taiga die hübsche Minori Kushieda ist. Wie viele andere, so schwärmt auch Ryuji sehr für Minori und befürchtet, dass durch Taiga sein Ziel in unantastbare Ferne gerät.

Als Ryuji herausfindet, dass Taiga in seinen Freund Kitamura verliebt ist, eröffnet ihm eine ungeahnte Möglichkeit. Durch den Trick der Verkuppelung versucht er an seine Schöne Minori ranzukommen. Taiga spielt das Verkuppelungsspiel mit und schon bald müssen die Zwei erkennen, dass ihr Plan schwieriger ist, als zuerst gedacht. Können die zwei Außenseiter am Ende ihre große Liebe für sich gewinnen?

Fazit von MT:

Hinter der Story verbirgt sich eine ziemlich spaßige Liebeskomödie, die mit den zwei Protagonisten Ryuji und Taiga alles richtig macht. Wo der arme Ryuji über seinen finsteren Blick leidet, so lässt die Art des Minitigers Taiga alle männlichen Mitschüler in die Flucht schlagen. Als hätten die Zwei nicht schon Probleme genug, sind sie auch noch unsterblich in ihren jeweiligen besten Freund des anderen verknallt. Als Ryuji die rettende Idee hat und sich mit der kleinwüchsigen, dominanten Frau zusammentut. Dabei ist das Chaos meist vorprogrammiert, nachdem man die Beziehung zwischen Ryuji und Taiga oft falsch interpretieren kann.

Schon in den ersten Kapiteln punktet der Manga von Yuyuko Takemiya mit seinen lustigen Gags. So versucht Ryuji z.b. seinen Hauspapagei das Reden zu lernen, der nicht mehr als einen Psychoblick und Gestotter rausbekommt. Auch die Mutter von Ryuji ist eher eine in den 16 Jahren festgesteckter Teenager. Sie arbeitet am Abend in einer Bar und ist ohne ihren Sohn komplett aufgeschmissen. Zu Anfang könnte man meinen, die Mutter wäre seine Schwester, da sie sehr kindlich gezeichnet wurde. Taiga ist von ihrem Aussehen her ziemlich süß, hat es aber faustdick hinter den Ohren.

Ryuji wirkt mit seinem Blick zwar angsteinflößend ist aber in Wahrheit ein herzensguter Mensch, der seinen Mitmenschen unter die Arme greift. Überhaupt ist er für sein Alter schon sehr reif. Viel reifer als seine etwas seltsame Mutter. Minori ist wie Taiga auch sehr hübsch gezeichnet und besitzt die typischen Eigenschaften einer süßen Schülerin, die jeder haben will. Die Zeichnungen gefielen mir auf Anhieb. Die Gags in Kombination mit den SD Einlagen und lustigen Gesichtern passen gut zusammen. Die Story ist leicht verständlich und man fühlt mit den netten Charakteren mit.

Taiga wirkt mit ihrer Art am Anfang zwar etwas unsympathisch aber bereits im späteren Verlauf entwickelt sie sich zum Besseren. Obwohl ihre Eltern stinkreich sind, bekommt sie keinen Cent. Sie gibt sich von außen hart aber auch in ihr steckt ein weicher Kern. Der Manga läuft in Japan seit 2007 aktuell in der Dengeki Daioh vom Verlag ASCII Media Works und ist seit April bei EMA erhältlich. Ich hatte sehr viel Spaß beim Lesen, amüsierte mich köstlich bei den Comedy Einlagen und freue mich schon jetzt auf den zweiten Band. Toradora! kann ich absolut jeden empfehlen! Auch Manga Einsteiger sind hier gut bedient.

Vielen, lieben Dank an Egmont Manga für die Bereitstellung eines Rezensionsexemplars!