Das Nintendo 3DS Spiel Mario Party: Island Tour (jap.: マリオパーティ アイランドツアー) wurde von Nintendo bzw. Nd Cube entwickelt und vertrieben. Das virtuelle Brettspiel ist die erste Ausgabe für den Nintendo 3DS und die bereits 13. Ausgabe der Mario Party-Serie. Das Spiel erschien in Nordamerika am 22. November 2013, in Europa am 17. Januar 2014, in Austrlalien am 18. Januar 2014 und zuletzt in Japan am 20. März 2014.
Am Nintendo 64 im Jahr 1998, was inzwischen schon gut 16 Jahre her ist, erschien damals der erste Mario Party Teil. Seit damals wurden auf allen neuen Nintendo Konsolen und Handhelds wie Nintendo GameCube, Game Boy Advance, Nintendo DS oder Nintendo Wii die Reihe fortgesetzt. Heute ist der Nintendo 3DS an der Reihe und glänzt mit dem eigentlich alten Klassiker Mario Party und dem neuen Untertitel Island Tour. Oder trifft hier auch das Sprichwort zu "Es ist nicht alles Gold, was glänzt"?

Nintendo ist stets bekannt für seinen Klempner Mario mit der roten Mütze und der blauen Latzhose, der nicht nur seine eigene Spielserie besitzt, sondern auch in etlichen Spin-Offs seine Spuren hinterließ. Neben Mario existieren noch seine treuen Freunde wie Luigi, Toad, Yoshi, Daisy oder Peach und seine tagtäglichen Feinde wie Bowser, Koopa, Goomba oder Buu Huu. Auch im neuen Mario Party: Island Tour finden die bekannten Charaktere der Mario-Spiele einen Platz und zwar als Spielfigur.

Mario Party war schon immer ein klassisches Brettspiel in einer virtuellen Welt. Da normale Brettspiele viel zu langweilig wären und das Glück beim Würfeln meist den wahren Sieger kürt, hat man in den unterschiedlichen Brettspielen tolle Minispiele sowie coole Items eingebaut, um die Motivation zu erhöhen und vor allem das Spiel so zu gestalten, dass auch der ständig letzte Spieler doch noch gewinnen kann. Bezüglich Items gibt es eine tolle Auswahl an sehr hilfreichen Utensilien um das Leben deiner Mitspieler zu erschweren oder dir selbst einen großen Vorteil zu verschaffen. Dabei sind auch einige Items dabei, die wirklich sehr, sehr fies sein können.

So sah ich mit meinem Charakter Toad bereits das Ziel vor Augen. Nur noch 2 Felder fehlten zum Ziel und somit zum angestrebten Sieg. Innerlich voller Vorfreude und Jubel aber leider… Zu früh gefreut, denn dieser gemeine Mario mit seinem Item Crazy Kamek tauschte den Platz mit mir. Am Ende war ich nicht mehr auf dem Ersten, sondern auf dem letzten, vierten Platz. Mit den Worten "Rache ist süß", verpasste ich meinem neuen Erzfeind Mario noch einen gelben Blitz, der seine Würfelanzahl halbierte.

Neben diesen unterschiedlichen Items gibt es auch noch die vielen Minispiele, die je nach Auswahl der Spielbretter, sehr häufig oder sehr selten auftauchen. Dabei heißt es immer "jeder gegen jeden". Das Ziel ist stets, den ersten Platz zu erreichen, da man so z.B. den goldenen Würfel bekommt. Dieser sorgt zusätzlich für 1 bis 6 Fortbewegungen. Natürlich kann man auch am Ende, trotz erstem Platz, mit dem Standard Würfel eine 1 und mit dem goldenen Würfel eine 1 würfeln. Da ist wieder einmal eine große Portion Glück im Spiel, die bei manchen Menschen einfach nicht vorhanden ist.

Die 80 Minispiele sind nicht nur sehr zahlreich, sondern auch sehr unterschiedlich, was wiederum ein großer Pluspunkt der Serie und wohl die langandauernde Hauptmotivation ist, falls es so etwas hier überhaupt gibt. Bei den Minispielen ist von total easy bis ziemlich schwierig alles dabei. Sie fördern die Geschicklichkeit, das logische Denken oder das Merken von Gegenständen. In einem Spiel müssen wir z.B. auf einer großen Kugel balancieren und als Erster das Ziel erreichen. Bei einem anderen müssen wir eine Leiter so schnell wie möglich hochklettern und aufpassen, dass wir von Steinen nicht getroffen werden. Oder wie wäre es mit einem Go-Kart auf einer rutschigen Bahn fünf Runden absolvieren?

Im Großen und Ganzen sind diese Minispiele sehr nett gestaltet. Auch wenn einige dabei sind, die ich einfach nicht ausstehen kann. Stichwort Balancieren/Neigen des Nintendo 3DS Gerätes. Das geht sehr schwer, wenn man immer im liegen spielt. Neben dieser Funktion benützt man meistens das Schiebepad des Gerätes, die Buttons oder den Stift. Sogar die AR-Funktion hat einen Platz gefunden. Auch wenn einige Minispiele etwas Übung benötigen, so ist die Steuerung sehr gut geworden und die Touch Funktion optimal inkludiert.

Da immer das gleiche Spielbrett schnell öde wird, hat man insgesamt 7 entwickelt, wo 6 von Beginn an zur Verfügung stehen. Die Spielbretter unterscheiden sich nicht nur in ihren eigenen Spielregeln und optischen Veränderungen, sondern auch in der dafür benötigten Spielzeit und der passiven Orientierung für bekannte Glückspilze oder anstrebende Minispiel Meister. Mir persönlich hat das erste Spielbrett "Item-Imperium" sehr gefallen, wo man so schnell wie möglich den Palast von Prinzessin Peach erreichen muss. Leichter gesagt als getan, da die Konkurrenten alles versuchen, deinen Sieg zu verhindern. Dazu sind noch ein paar Fallen im Spielbrett versteckt und fördern dein erneutes Glück beim Würfeln. Ein weiteres Spielbrett ist "Raketen-Rallye", wo man mit einer Rakete im Weltall reist und wichtige Booster sammeln muss, welche die Anzahl der Würfe steigert. Oder "Riesen-Kugelwillis Revier", hier muss man aufpassen, dass man nicht von der riesigen Kanonenkugel erwischt wird.

Der Name Party im Spiel ist schon ein großer Hinweis, dass das Spiel eigentlich kein richtiges Einzelspiel ist. Leider kann man im Modus Download-Spiel lediglich über die lokale Drahtlosverbindung, gegen bis zu vier Mitspieler antreten. Immerhin benötigt man nur eine Kopie des Spiels. Trotzdem misst man hier die große Multiplayer Funktion über das Internet, die heutzutage alle Party Spiele haben sollten. Da erschließt sich mir wiederum die brennende Frage: Warum sollte man sich ein extra Handheld Gerät nur für das Spiel kaufen, wenn ich im Besitz eines Handys bin, wo alle Party Spiele über Facebook verknüpft sind und ich auf der ganzen Welt gegen meine Freunde spielen kann. Dies ist aber ein genereller Schwachpunkt von Nintendo, der in Zukunft hoffentlich noch weiter modernisiert wird

Mario Party: Island Tour hat eigentlich keine richtige Story. Die Charaktere werden nur in Form eines Briefes in einer Luftblase eingeladen, zur Party in den Wolken vorbeizukommen. Übrigens ist die Schwierigkeitsstufe der Computergegner und auch die Anzahl zwischen einen, zwei oder drei Mitspielern anpassbar. Die Minispiele kann man löblicherweise auch ohne Spielbretter spielen. Ideal zum Üben oder zum Anstreben eines neuen Highscore.

Positive Aspekte:

Negative Aspekte: Fazit: Nach vielen Stunden Spielzeit, der Absolvierung aller Spielbretter und so gut wie alle Minispiele mindestens einmal ausprobiert, bin ich zu dem Entschluss gekommen: Ich habe eindeutig viel Pech im Spiel, dafür ein großes Glück in der Liebe :) Bei vielen Brettspielen ist immer eine Portion Glück nötig und so ist es auch in diesem Fall. Da hilft auch die souveräne Meisterung eines Minispieles nicht immer. Klar, der erste Platz ist bestimmt ein großer Vorteil, aber ein eindeutiger Sieg noch lange nicht. Deshalb werden hier extrem Zocker, die ihr Talent im üben, üben, üben finden möchten, wortwörtlich ausrasten. Mir hat das Spiel eigentlich gut gefallen. Wenn ich mir aber die anderen Mario Party-Spiele auf den Konsolen ansehe, würde ich immer noch die Konsolen Version bevorzugen. Es ist einfach toll, mit seinen Freunden gemeinsam über einen großen Fernseher zu spielen, was beim kleinen Handheld immer ein großer Nachteil bleiben wird. Ein richtiges Party Feeling habe ich bei Mario Party: Island Tour auch sehr vermisst, aufgrund der fehlenden Multiplayer Funktion über das Internet. So bleibt das Spiel eher ein Spaß für Zwischendurch mit einer sehr großen Frustrate.

Vielen, lieben Dank an Nintendo für die Bereitstellung eines Downloadcodes!