Das Drama Limit (jap.: リミット) stammt von der Zeichnerin Keiko Suenobu, welche durch ihre Serien wie Life oder Vitamin bekannt ist. Dabei bringt sie oft ernste Themen zu Papier wie Mobbing oder Selbstverletzung. In Japan wurde der Manga Limit im Manga Magazin Bessatsu Friend (Betsufure) vom Verlag Kodansha veröffentlicht. Dort lief die Serie von 2009 bis 2011 und ist mit sechs Bänden abgeschlossen. Beim deutschen Verlag Egmont Manga sind seit Oktober 2012 bis August 2013 alle sechs Bände erhältlich. Von Limit wurde in Japan auch eine Live-Action TV-Serie produziert, welche seit Juli 2013 auf dem Sender TV Tokyo läuft.
Konno ist eine ganz normale Oberschülerin. Sie ist beliebt, hat gute Freunde und in ihrem eigenen kleinen Kosmos ist alles in Ordnung. Im krassen Gegenzug zu ihr steht die mollige Morishige. Sie ist unbeliebt, wird gemobbt und muss jeden Ärger ausbaden. Dieser Missstand fällt Konno auf, doch sie hat gelernt mit dem Strom zu schwimmen. Einfach mit schwimmen und durchschlängeln ist ihr Motto. Was soll auch groß schiefgehen?

Sie hält sich einfach an die beliebte Schülerin Sakura und damit kann ihr so ein Schicksal, wie das von Morishige wohl nie widerfahren. Zumindest, solange die Ordnung der Gesellschaft immer gleich bleibt, aber genau das ändert sich plötzlich schlagartig.

Die Schüler fahren mit dem Bus in ein Klassencamp. Eigentlich ein freudiges Ereignis, doch aus dem tollen Trip wird eine direkte Fahrt in die Hölle. Der Bus kommt von der Fahrbahn ab und stürzt in eine tiefe Schlucht. Nur fünf Mädchen überleben den folgenschweren Unfall. Gefangen im Abgrund hat Morishige die einzige Waffe an sich gerissen. Die alte Gesellschaft ist zertrümmert und Morishige ernennt sich selbst zur Kaiserin. Sie ist fest entschlossen, sich für alles zu rächen. Unterwerfung? Flucht? Aufgabe? Wofür wird sich Konno entscheiden?

Meinung von Dragonsword:

Willkommen in der düsteren Welt von Limit! Der Manga von Keiko Suenobu behandelt ein sehr ernstes Thema: Gruppenbildung und das Ausschließen anderer. Hier trifft der Manga wahrscheinlich den Nerv vieler. Denn Gruppenbildung ist allgegenwärtig. Keiko hat das sehr gut in ihrem Manga einfangen können, verzichtet dafür aber auf aufwändige Hintergründe und starken Detailreichtum.

Obwohl das Thema sehr ernst und teilweise auch kompliziert ist, liest sich der Manga sehr angenehm. Man wird sofort in dessen Bann gezogen und will wissen, wie es mit den fünf Mädchen weitergeht. Wer Mangas mag, die einen nachdenklich machen und wer auch vor Tragödien nicht zurück schreckt, kann bedenkenlos zugreifen. Es sollte aber klar sein, dass es sich hierbei um einen Manga für Erwachsene handelt. Tod und Blut sind allgegenwärtig und der seelische Abgrund, in dem sich die Mädchen wiederfinden, ist nicht für jeden leicht zu verdauen.

Trailer zur Live-Action TV-Serie: