Die Fantasy-Serie Die Sargprinzessin (棺姫のチャイカ, Hitsugi no Chaika) ist eine Light Novel-Serie von Ichirou Sakaki (u.a. Scrapped Princess oder Code-E). Die Illustrationen stammen dabei von Namaniku ATK (Guilty Crown). Neben dem Manga von Shinta Sakayama (Cherry Blossom!), der seit 2011 im Manga Magazin Shonen Ace vom Verlag Kadokawa Shoten läuft, gibt es auch noch zwei weiter Spin-offs und zwar Hitsugi no Chaikakka von Kanikama sowie Gakuen Chaika! von Seri Minase. Der Manga von Shinta Sakayama umfasst bislang vier Sammelbände. Seit April 2014 veröffentlicht der deutsche Verlag Egmont Manga den Manga. Im April 2014 startete in Japan auch eine 12-teilige Anime TV-Serie von Studio Bones (u.a. Noragami oder Soul Eater) die bereits von nipponart lizenziert wurde. Eine Anime Fortsetzung wurde ebenfalls für Oktober 2014 bestätigt.
Der ehemalige Saboteur Toru Acura ist arbeitslos und schnorrt sich bei seiner Schwester Akari tagein tagaus durch. Da im feudalen Lande inzwischen Frieden herrscht, werden Torus Fähigkeiten nicht mehr benötigt, da dieser ein sogenannter Söldner ist oder eher war. So lebt er ein sehr frustrierendes Leben ohne einen Blick auf eine glückliche Zukunft.

Durch seine Einstellung, nicht arbeiten zu wollen, gerät Toru oft in Konflikt mit Akari. Diese hat trotzdem eine sehr enge Beziehung zu seinem Bruder und ist wie er kampferprobt. Als Toru im Wald auf der Suche nach etwas essbaren ist, begegnet er das fremde Mädchen Chaika Trabant. Sofort fällt ihm der große Sarg auf ihrem Rücken auf.

Das süße, tollpatschige Mädchen Chaika hat sich verirrt und sucht nun nach dem richtigen Weg in die Stadt. Plötzlich taucht ein Feila, ein wildes Tier in der Gestalt eines Einhorns auf und attackiert die Zwei. Noch können sie fliehen aber Chaika beschwört auf die Kraft im Inneren ihres Sarges. Darin befindet sich eine Art magisches Scharfschützengewehr. Somit ist Chaika eine Zauberin und mit der Hilfe von Torus kämpferischen Fähigkeiten, können sie das groteske Einhorn letztendlich bezwingen.

Später bittet Chaika Toru und sogar seine Schwester Akari erneut um Hilfe. Hat Toru nun endlich wieder etwas gefunden, wofür es sich zu leben lohnt? Chaikas nächste Mission ist das Stehlen eines Gegenstandes im Anwesen des Feudalherren und damaligen Helden Robert Avart. Was ist das für ein Gegenstand und wer ist noch hinter Chaika her? Ein spannendes Abenteuer mit einer Zauberin und einem Saboteur beginnt...

Meinung von MT:

Die Fantasy-Serie Die Sargprinzessin, besser bekannt als "Hitsugi no Chaika" basiert auf einer Light Novel von Ichirou Sakaki. Die Illustrationen stammen dabei von Namaniku ATK (Nitroplus). Neben dem Manga von Shinta Sakayama, der seit 2011 im Shonen Ace vom Verlag Kadokawa Shoten läuft, gibt es auch noch zwei weitere Spin-offs und seit April 2014 auch eine 12-teilige Anime TV-Serie. Eine Anime Fortsetzung wurde bereits für Oktober 2014 bestätigt.

Unglaublich, wie begehrt Ichirou Sakakis Fantasy-Serie mit der Sargprinzessin Chaika und ihrem Rucksack ähem.., ich meinte natürlich Sarg, ist. Dank Egmont Manga gibt es seit April 2014 die Manga-Reihe von Shinta Sakayama auch bei uns zu kaufen. Im ersten Band gibt es neben zwei bzw. vier Farbeiten sowie vier Kapitel, auch einen Prolog und ein nettes Nachwort. Bei der deutschen Verarbeitung kann ich nichts aussetzen. Nur der Wechsel zwischen den zwei unterschiedlichen Schriftarten ist etwas störend.

Ich selbst kannte die Serie von Ichirou Sakaki noch nicht und bin somit ein absoluter Neuling in diesem Fantasy Zweig. Während des Schmökerns wiederspiegelten sich durchwegs positive Eindrücke aber auch ein paar Negative. Shinta Sakayamas Zeichenstil ist sehr detailliert. Seine Charaktere versprühen viel Charme und Seele. In den Bewegungen gibt es sehr viele Speedlines zu sehen. Das wirkt zum großen Teil dynamisch aber leider auch etwas konfus. Noch dazu kommen die Haufen an Details, wodurch man leicht den Überblick vom kompletten Gesamtbild verliert.

Bei den zwei Kampfszenen mit dem Einhorn, dass wirklich sehr grotesk dargestellt wird, und Toru gegen seine Schwester Akari musste ich mehr als einmal die Panels betrachten, um das Bild genau zu erkennen. Somit kann ich die Sargprinzessin eher für Fortgeschrittene Manga-Leser empfehlen.

Die Geschichte ist durchwegs interessant und besitzt viel Potential. Wie genau dieses Potential ausgeschöpft wird, werden wir erst in den nächsten Bänden sehen. Bislang bleibt noch viel zu viel im Unklaren. Über das Mädchen mit dem Sarg Chaika erfährt man kaum etwas. Was z.B. ihre wahren Beweggründe sind oder warum sie ihre Waffe im Sarg trägt. Dafür lernen wir den Saboteur Toru und seine Schwester Akari genauer kennen. Im Verlauf des ersten Bandes treten noch weiter Charaktere auf, die immer klar zu trennen sind, dank Shinta Sakayamas Liebe zum Detail.

Wer Fantasy-Geschichten mag, mit den bekannten, japanischen Comedy Einlagen, einem großen Touch von Action und dazu noch Liebhaber der Serie The Sacred Blacksmith von Isao Miura und Koutarou Yamada, welche ebenfalls bei Egmont Manga erhältlich ist, der sollte sich Die Sargprinzessin unbedingt ansehen.

Fazit: Es gibt schon sehr viele fantasievolle Geschichten mit einer süßen Zauberin und einem Kämpfer für das Gute. Auch Die Sargprinzessin besitzt viel klischeehaftes aber auch viele, neue Ansätze. Der Manga ist vom zeichnerischen her auf einem sehr hohen Niveau und die bisher bekannten Charaktere besitzen viel Spielraum zum entfalten. Leider ist der gewisse Funke noch nicht vollends übergesprungen. Chaika wird noch zu sehr am Rande behandelt und die obszöne Geschwisterbeziehung zwischen Toru und Akari hat mich etwas abgeschreckt. Trotzdem bin ich sehr gespannt, wie sich die Serie entwickelt.

Vielen, lieben Dank an Egmont Manga für die Bereitstellung eines Rezensionsexemplars!