Wie von Studio Ghibli gewohnt wurde der Film "Das wandelnde Schloss" wiedermal bis ins kleinste Detail ausgearbeitet. So ist z.b. das wandelnde Schloss von Magier Hauro von Aussen und Innen ein reiner Augenschmauss. Dank digitaler Unterstützung sind die Maschinen wie Flugzeuge, Oldtimer, Dampfloks in ausgezeichneter Bewegung und mit insgesamt 198 rein digital erstellen Szenen sind es bei diesem Meisterwerk etwa doppelt soviel wie in "Chihiros Reise ins Zauberland".

Das wandelnde Schloss wurde nicht wie von den meisten Anime von einem Manga umgesetzt, sondern von einem Kinderroman von der Engländerin Diana Wynne Jones mit dem Titel: Sophie im Schloss des Zauberers. Hayao Miyazaki hält sich zwar im Groben an die Rahmenhandlung der Vorlage lässt aber so einige Geschehnisse aus und ersetzt statt dem Irak-Krieg die Luftkämpfe.

Der Anime-Film strotzt nur so von einem gelungenen Soundtrack und hier ist auch kein anderer als der erfahrene Komponist Joe Hisaishi verantwortlich. Bekannt von Nausicaä - of the Valley of the Wind. Dies ist ebenfalls eine Studio Ghibli Produktion.

Warum aber wurde der deutsche Titel von "Howl's Moving Castle" zu "Das wandelnde Schloss" geändert? Unter diesem ist ja auch sogar die Romanvorlage von Diana Wynne Jones bekannt. Der Film heißt zwar auf japanisch "Hauru no ugoku shiro", aber in der Silbenschrift Katakana ist klar, dass Hauru eigentlich mit Howl geschrieben wird. Zumal steht unter jeden offiziellen Ghibli-Publikationen neben dem japanischen Titel immer auch der in lateinischen Buchstaben gehaltene englische Titel "Howl's Moving Castle". Womit nun jeder auch wissen sollte, dass in Wirklichkeit der Zauberer Howl heißt. Da aber Universum Film, dem Magier alias Howl nicht in Hauru sondern Hauro umtaufte, passte damit der weltweit offizielle englische Titel nicht mehr und so wurde der Titel "Das wandelnde Schloss" gewählt.