Das Nintendo Switch Spiel Bayonetta (jap.: ベヨネッタ) wurde von Platinum Games entwickelt und vertrieben von Nintendo. Das neu aufgelegte Actionspiel, welches in dem Hack and Slay Bereich fällt, erschien erstmals im Januar 2010 in Europa für die Xbox 360 sowie die Playstation 3 bei SEGA. Im Oktober 2014 folgte der Release auf der Wii U sowie dem Nachfolger Bayonetta 2. Im Jahr 2017 wurde ein weitere Nachfolger Bayonetta 3 angekündigt, der exklusiv für die Nintendo Switch erscheint. Bayonetta für die Nintendo Switch erschien weltweit am 16. Februar 2018.
Nach den Neuauflagen Mario Kart 8 Deluxe, Hyrule Warriors: Definitive Edition oder des kommenden Donkey Kong Country: Tropical Freeze für die Nintendo Switch haben es auch die zwei, von vielen Kritikern sehr hochgelobten, Hack and Slay Titel Bayonetta und die Fortsetzung Bayonetta 2 auf die erfolgreiche Nintendo Switch geschafft. Bevor es zum späteren Zeitpunkt mit der Neuentwicklung des Exklusivtitels Bayonetta 3 für den Nintendo Hybrid weiter geht, dürfen alte sowie neue Fans erneut in die dunkle Welt der Umbra Hexen reisen und sein ganzes Können gegen die heiligen Engel von Paradiso unter Beweis stellen.

Bayonetta wurde von Platinum Games entwickelt und erschien zunächst für die zwei damaligen Heimkonsolen der Sony PlayStation 3 und der Microsoft Xbox 360. In Europa folgte das Release im Januar 2010 durch Sega. Damals war noch keine Rede von einem Release auf einer Nintendo Konsole. Doch die Gebete wurden erhört und nach 4 Jahre des Wartens erschien Bayonetta dank Nintendo auf der Wii U im Oktober 2014 und im April 2017 noch einmal von Sega auf PC via Steam. Nintendo erkannte das große Potential des Titels und kaufte sich die Exklusivrechte ein. Dadurch erschien die Fortsetzung Bayonetta 2 ebenfalls im Oktober 2014, jedoch nur mehr für die Wii U.

Für das Nintendo Switch Remake Bayonetta, welches weltweit am 16. Februar 2018 erschien inklusive des Nachfolgers Bayonetta 2, gibt es hierzulande nur eine digitale Version im Nintendo eShop. Zusätzlich ist ein Downloadcode beim Kauf der Retail Fassung von Bayonetta 2 mit an Bord.

Worum geht es in Bayonetta überhaupt? Zunächst etwas, was vor 500 Jahren geschah: Damals entbrannte ein grausamer Krieg zwischen den Umbra Hexen, die die Dunkelheit verkörperten und den Lumen Weisen, die das Licht waren. Obwohl die Zwei nicht ohne dem anderen existieren können, wie es das Gute auch nicht ohne dem Bösen gibt, wurden am Ende tatsächlich die Lumen Weisen vernichtet. Es folgte daraufhin der bittere Beigeschmack der Sieger und zwar eine Hexenverfolgung, welche zu einer weiteren Auslöschung der Umbra Hexen führte. Doch nicht alle sind gestorben.

Im Spiel Bayonetta verkörpert man die gleichnamige Umbra Hexe, die vor 20 Jahren in einem Sarg wiederauferstand, welcher sich auf dem Grund eines Sees befand. Wieder ins Leben zurückgekehrt, hat sie leider ihre gesamten Erinnerungen an die Vergangenheit verloren. Nur Puzzleteilartig kehren ihre Erinnerungen langsam zurück, doch mit der Hilfe des sagenumwobenen Reliktes das rechte Auge erhofft sie sich, ihre Amnesie zu heilen. Das rechte Auge ist dabei eines der zwei Teile, das zum Auge der Welt gehört.

Nachdem Bayonetta erfährt, dass sich der mysteriöse Gegenstand in Vigrid befindet, macht sie sich auf den Weg dorthin. Gestört wir sie von heiligen Engel, die vom Himmel Paradiso absteigen und die Hexe immer wieder attackieren. Diese wollen selbst das rechte Auge finden, um damit den Schöpfer Jubileus wiederzuerwecken. Hinzu kommt eine weitere Umbra Hexe namens Jeanne, die sich offenbar auf die Seite der Engel geschlagen hat. Es beginnt ein Wettrennen gegen die Zeit, wer zuerst das wertvolle Relikt in die Finger bekommt.

Im Laufe des Spieles erfährt man weitere interessante Elemente der Storyline in Form von Tagebucheinträgen, die überall in den Levels zu finden sind. Da es im Gameplay immer wieder hektisch zugeht, verliert man diese leider etwas aus den Augen. Ansonsten wird die Story von den sehr stimmigen Zwischensequenzen untermalt, die perfekt zum Gesamtbild passen.

Bayonetta ist im Großen und Ganzen in vielen unterschiedlichen Kapiteln bzw. Versen eingeteilt die uns in die drei Parallelwelten wie die Welt der Menschen, in den Himmel Paradiso oder in die Hölle Inferno bringen. Nach dem erfolgreichen Abschluss eines Levels erhält man auch eine spezielle Endwertung, die mit Medaillen belohnt wird wie z.B in Platin, Gold, Silber oder Bronze.

Optisch ist Bayonetta eine Wucht, wenn man vom eigentlichen Alter des Spieles hinwegsieht. Leider läuft das Spiel im TV-Modus nur auf 720p wie schon damals die Wii U Version, dafür mit sehr stabilen 60 FPS. Auf einem großen Fernseher ab 55 Zoll wirken die Texturen dennoch etwas schwammig und die designten Spielobjekte bzw. das Charakterdesign etwas unsauber.

Im Handheldmodus ist somit die grafische Pracht eindeutig besser, die Welt ist schön scharf und der Touchscreen wird komplett unterstützt. Doch auch hier gibt es ein paar negative Punkte. So frisst Bayonetta relativ schnell den Akku leer, das Gameplay im Kampf läuft bei großen Gegnerhorden nicht mehr ganz so flüssig und auch die Steuerung mit den Joy Con war für mich nach ein paar Stunden, aufgrund des hektischen Gameplays, nicht perfekt. Daher bevorzuge ich beim Spielen nach wie vor den TV-Modus inklusive eines Nintendo Switch Pro Controllers.

Die stilistische, coole Atmosphäre von Bayonetta hat mich sofort in den Bann gezogen. Sei es die dunkelschaurige Umgebung, die prunkvollen Gebäude oder die auftauchenden Gegnerhorden, die uns in blutig-heiße Kämpfe verwickeln. Spätestens bei der extrem verführerischen Umbra Hexe Bayonetta mit ihren waghalsigen Posen, wo selbst ein Schlangenmenschen blass aussehen würde, ist man dem Spiel komplett verfallen.

Hinzu glänzt Bayonetta mit einem rundum stimmigen Soundtrack, der in einem 5.1 Soundsystem richtig zur Geltung kommt. Vor allem die Gänsehaut gleichen Orchester Passagen oder die fetzige Kampfmusik haben es mir angetan. Abseits des Geschehens fliegen einem immer wieder Jazzmelodien ins Ohr.

Bayonettas Herzstück lebt von den schnellen Gameplay Passagen und das spürt man bereits zu Beginn in den ersten paar Spielminuten. Somit gehört es zum Vertreter der bekannten Hack and Slay Gemeinschaft – Man prügelt sich im Prinzip in einem fest vorgegebenem Weg bis zum Ziel durch.

Aufgrund der doch sehr geringen Lebenspunkte, der Gegnerhorden und dem sehr knackigen Schwierigkeitsgrad wird sinnloses Tastengeklopfe schnell mit dem Tod bestraft. Daher heißt es zunächst, sich mit dem sehr gut durchdachten Angriffsmuster vom Nah-/Fernkampf und dem Ausweichen vertraut zu machen. Gerade das Ausweichen ist sehr wichtig, da dadurch die Hexenzeit ausgelöst wird. Dabei bewegen sich die Gegner für ein paar Sekunden in Zeitlupe. Auch die Quick-Tim-Events und die speziellen Aktionen wie die Folterattacken oder die Hexenflechte, wo Bayonetta mit ihren Haaren Dämonen herbeiruft, sind dabei äußerst wichtig.

Gekämpft wird standardmäßig mit Fäusten und Tritten. Zusätzlich besitzt Bayonetta 4 Pistolen, zwei an den Händen und zwei an den Füßen. Dies lässt schon erahnen, dass die Entwickler unzählige Kombos eingebaut haben und man im späteren Verlauf sogar weitere mit den goldenen Ringen freikaufen kann. Die goldenen Ringe hinterlassen unsere besiegten Gegner, wobei es im Shop der Hölle noch einiges mehr als nur neue Kombos gibt wie z.B. nützliche Gegenstände oder neue Pistolen.

Im Kampf gegen die gesegneten Engel sind zusätzlich die Waffen unserer ausgeschalteten Gegner nützlich, die wir kurz an uns nehmen können. Im Sinne von kurz deshalb, weil diese nach einer gewissen Benutzung zerbrechen. Sollte man in Bayonetta trotzdem einmal sterben, helfen die automatischen Checkpoints und die vielen Speicherpunkte nach jedem abgeschlossenem Level.

Positive Aspekte:

Negative Aspekte: Fazit: Da ich damals Bayonetta leider ausgelassen hatte zu testen, freut es mich umso mehr, dass das Spiel nun auch ein Remake auf der Nintendo Switch erhalten hat. Doch lohnt sich die Neuauflage überhaupt? Der große Vorteil ist ganz klar die portable Spielweise, welche in der Nintendo Switch Variante sogar zum Teil im Fokus steht. So wurde u.a. die komplette Unterstützung des Touchscreens eingebaut. Bereits zu Beginn wird im rasanten Tutorial die Steuerung per Knopfdruck sowie per Touchscreen genau erklärt. Dennoch gibt es ein paar negative Eindrücke, die mich letztendlich beim TV-Modus festhielten. Hier zeigt auch der Nintendo Switch Pro Controller erneut seine extrem gute Qualität. Im Hack and Slay Bereich fallen mir sofort die Veteranen Devil May Cry, God of War, Dante's Inferno oder Ninja Gaiden ein. Dabei muss sich Bayonetta absolut nicht vor seinen Kontrahenten verstecken. Das Spiel überzeugte mich durch seine grandiose Steuerung mit seinen vielfältigen Angriffs Kombinationen, seinen verrückten Ideen, den krassen Moves, der stimmigen Atmosphäre und dem knackigen Schwierigkeitsgrad. Wer Bayonetta schon auf den älteren Heimkonsolen oder PC besitzt, der wird hier eventuell pausieren und auf den Nachfolger Bayonetta 3 warten - Doch eines sollte man auf alle Fälle nicht: Sich Bayonetta entgehen lassen!

Vielen, lieben Dank an Nintendo für die Bereitstellung eines Downloadcodes!